Transsexualität – Meine Entwicklung bis zur Erkenntnis!

Ab Dezember 2015 habe ich geheim angefangen als transsexuelle Frau zu leben, ab März 2016 teilweise öffentlich als transsexuelle Frau und ab dem Mai 2017 war mir klar, dass ich als transsexuelle Frau leben will und habe mich am 28. Oktober 2017 auf Facebook als transsexuelle Frau geoutet. Nun werde ich auf dieser Unterseite sehr viel über das Thema Transsexualität – Geschlechtsidentität – schreiben. Auf dieser Seite geht es darum, wie meine transsexuelle (auch indirekte) Entwicklung ab 14 (2004) ablief und was meine Erkenntnis – eine transsexuelle Frau zu sein – ausgelöst hat.

Meine Entwicklung als Mann zu Frau, mit 14 bis heute mit 27

14 – ab August 2004: Kaufe unbewusst eine kurze Damenjeans und wird meine Lieblingsjeans. Allgemein habe ich später gemerkt, dass ich auf körperbetonte und verwaschene Damen-Jeans stehe. Auch Angst was andere in der Schule sagen, habe ich diese Jeans leider nicht mehr in der Schule angezogen. Dieses Denken hat mich bis Dezember 2015 verfolgt, bis ich durch eine Depression alles hinterfragt habe.

14 – ab Sommer 2004: Eine Erzieherin kauft mir wertvolle Sneakersocken. Diese waren meine Lieblingssocken und seitdem ziehe ich nur noch Sneakersocken an, alle anderen Formen finde ich persönlich extrem hässlich.

14 – ab Sommer 2004: Von einer anderen Erzieherin bekomme ich gebrauchte Damen-Jeans mit Schlag von der Marke Levi geschenkt. In der Freizeit ziehe ich diese Jeans sehr oft an. Diese sind von nun an meine Lieblingsjeans und ich ziehe diese sehr oft an. Aus Angst, was andere sagen, habe ich diese Jeans in der Schule nie angezogen.

14 – ab Sommer 2004: Ich habe schon immer es gehasst, wenn meine Haare mit einer Millimeter-Kurzschnitt-Maschine geschnitten wurde. Auch wollte ich nie kurze Haare haben. Da war ich schon immer anders, als die anderen Jungs. Heute weiß ich, da steckte mir dahinter, dass ich wohl lange Haare wollte.

14 – Sommer 2004 bis Sommer 2005: Das erste Jahr in der Wohngruppe war sehr angenehm gewesen, da habe ich mich auch entfalten können.

15 bis 19 – 2005 bis 2009: Eine sehr schwere Zeit für mich in der Wohngruppe. In dieser Zeit war mein Zuhause nicht wirklich ein Zuhause. Ich habe mich da kaum entfalten können und hatte auch keinen Nerv für sowas gehabt, ich hatte einfach andere Sorgen gehabt. Ohne die Wohngruppe hätte ich wahrscheinlich die transsexuelle Phase als Jugendlicher erlebt, wie viele andere es taten.

19 bis 25 – 2009 bis 2015: Die ersten Jahren nach der Wohngruppe beschäftigen mich noch stark mit dem Thema Wohngruppe. Ich habe da auch ein Wohngruppen-Trauma, dass ich erst mit 25 hinter mir hatte, also im Jahr 2015. Dazu habe ich wegen meiner ersten Wohnung und meinen Einstieg in das berufliche Leben kaum Zeit und Nerven sich privat entfalten zu können. Nur beruflich habe ich mich in dieser Zeit groß entwickelt. Auch hat mich bis 2013 die Mitgliedschaft in einer christlichen Freikirche sehr negativ im Denken und Handeln eingeschränkt. Weshalb ich in den nächsten Jahren vieles nur geheim mache, weil ich immer dachte, man soll sowas nicht machen.

2o – ab Sommer 2010: Ich kaufe das erste Mal wenige Pumps und paar Tops. Ich ziehe diese Sachen jährlich 3 bis 4 Mal geheim in meiner Heimatstadt abends und nachts an.

20 bis 21 – 2010 bis 2011: Ich habe fast ein Jahr lang mittellange rote Haare. Weil ich mir die Haare selbst aus Kostengründen gefärbt habe, sah das Ergebnis nicht so toll aus und habe aus diesen Grund die Haare später kürzer schneiden lassen, damit der Friseur die Haare wieder schön hinbekommen konnte.

22 – ab Sommer 2012: Kaufe mir noch mehr Pumps und Tops. Nun habe ich mir auch das Erste Mal BH´s und Damen-Unterwäsche gekauft. Nun ziehe ich mir diese Sachen nicht nur geheim nachts in Kirchberg an, sondern auch gerne in meiner Wohnung an.

23 – September 2013: Verliere meine erste Wohnung. Bin obdachlos für 2 Monate. Verliere dadurch meine Firma, war die 2. Firma in meinem Leben.

23 bis 25 – November 2013 bis Dezember 2015: Ich bereite meine Unternehmungsgründung von Nextbookup vor. Im April 2014 habe ich meine erste Kapitalgesellschaft gegründet. Leider merke ich, ich habe den Verlag zu früh gegründet. Der Businessplan wird erst Ende 2014 fertig. Die Website wird erst im Frühling 2015 fertig und das operative Geschäft hat im August 2015 begonnen. Sehr viel Stress und Arbeit habe ich dadurch. Vieles muss ich auf harter Tour lernen. Ich habe dadurch keine Zeit, um an mich zu denken.

25 bis 26 – Dezember 2015 bis heute: Der große Knall bei mir. Meine erste Depression durch Überforderung wegen meiner Arbeit und einfach innerlich kaputt, weil ich nie an mich persönlich gedacht habe. Ich habe einfach zu viel gearbeitet. Nur die Meinungen der Anderen bedacht. Habe fast keine Freizeit gehabt und mich selbst nie richtig wahrgenommen. Ich fange an, mal an mich zu denken.

Geburts- und Aufwachsregion nicht gleich Heimat. Viele bleiben ja da, wo sie geboren und aufgewachsen sind. Sie denken dabei nicht, mal offen für eine neue Heimat zu sein. Eine neue Heimat, wo man sich wohlfühlt – bei mir sind es Alpen, Naturlandschaft und Gesellschaft – und auch gesellschaftlich dazu passt. Letzteres ist zum Beispiel wichtig, wenn man sich in die lokale Gesellschaft integrieren will. Und nicht wie damals, nur Politik und Ehrenamt als Ersatz für sowas sehen.

25 – Dezember 2015: Ich fange an in fremden Städten meine feminine Seite auszuleben. Ich kaufe seitdem nur noch Damenbekleidung und Damenschuhe. Seitdem war ich nicht mehr in einer Männer-Abteilung gewesen.

25 – Dezember 2015: 1. Überlegung ob ich eine transsexuelle Frau bin. Ergebnis = Nein, vielleicht Androgyn (männlich und feminin).

25 – März 2016: Mache nun regelmäßig Outfitsbilder. Die ich später sehr gerne auf einen zweiten Facebook-Account benutze, um Gleichgesinnte zu finden. Veröffentliche erste feminine Bilder auch in einer großen Internetcommunity (KK).

25 – März 2016: Lasse meine Haare nun wachsen. Ziel mittellange oder lange Haare.

25 – März 2016 Salamitaktik: Schrittweise femininer werden. Will ich als transsexuelle Frau leben? Keine Ahnung, also einfach schrittweise dahin und mal sehen, ob man das will und sich damit wohlfühlt.

25 – März 2016: Ziehe nur noch körperbetonte Damenjeans, Damenpullover (zu 75% Wollpullover), Damenshirts, Damenjacken (zu 75%) und Damensneakers an, auch öffentlich in meiner Heimatstadt Kirchberg. Wird zu meiner Standart-Bekleidung.

26 – September 2016: Stelle weitere feminine Outfitsbilder nun auch auf Datingseiten online und lade die neuen Bilder immer sofort auf den Datingseiten.

26 – Oktober 2016: 2. Überlegung ob ich eine transsexuelle Frau bin. Ergebnis = Janein – vielleicht Transsexuell.

26 – Dezember 2016: Stelle nun regelmäßig die feminine Outfitsbilder auf Instagram ein. 

26 – Dezember 2016: Benutze in meiner ländlichen Region erste mal Absatzschuhe (Winterstiefeln).

26 bis 27 – Dezember 2016 bis November 2017: Die Umstrukturierung meines Buchverlages Nextbookup. Die Lehren aus der Depression, Überarbeitungen des Geschäftsmodell und eine neue Verlagsplattform kommt. In dieser Zeit bin ich schon alleine deshalb schwer beschäftigt, was andere Vorhaben verlangsamt.

26 – Januar/Februar 2017: 2. Facebook-Account wird gesperrt. Verliere alle Transgender-Kontakte, fange an den 1. FB-Account aufzuräumen und somit unliebe alte Kontakte löschen, damit ich eines Tages normal feminin leben kann, ohne Angst auf unliebe Kommentare auf Facebook zu haben. Auch wegen der Depression blockiere ich Leute, bis es mir gesundheitlich wieder besser geht und ich dann während dieser Zeit mein Leben leben kann. Denn ich leide darin, dass ich meine feminine Seite nicht ausleben kann und wegen meiner Depression Angst vor andere Probleme habe. Daher blockiere ich vorübergehend gewisse Leute, damit ich mein Leben wieder normal leben kann und meine Probleme anpacken kann.

26 – April 2017: Rückfall wegen Fahrschule, Angst vor der Reaktion der jungen Leuten. Lösche fast alle neuere Instagram-Bilder, die was mit Röcke zu tun haben. Und die alte Depression erscheint wieder. Diesmal erkenne ich heftige Stimmungsschwankungen.

26 – Mai 2017: Bei einem Single-App werde ich als Frau ungewollt umgestellt, kommen nun positive Antworten und das gefällt mir sehr als Frau betrachtet zu werden. Wieder mehr Mut und somit Fortschritt bei der Feminisierung. Ziehe erste Mal Ballerina in meiner Heimat an, Anfang geheim, später öffentlich. Trage nun wieder fast immer Nagellack. Wieder neue und regelmäßige Outfitsbilder auf Instagram.

26 – Juni 2017: Meine erste Damenfrisuer beim Friseur. Freue mich sehr… Werde nun mehrmals als Frau verwechselt, finde das sogar gut.

26 – Juni 2017: Eine junge Frau (31) gibt mir den restlichen Mut durch reden und zeit verbringen. Ziehe nun ohne nachzudenken Ballerinas an. Nun auch Keilpumps, Tops, und Jeansshort ziehe ich im Alltag an. Liebe das Gefühl sich als Frau zu fühlen. Vielleicht will ich innerlich eine Frau sein?

26 – Juni 2017: 3. Überlegung bin ich eine transsexuelle Frau = Ja – Transsexuell. Einfacher als Frau Frau leben, als Mann Frau leben. Hasse meine männliche Züge, die immer schlimmer werden. Wegen meinen männlichen sexuellen Trieben will ich kein unglückliches Leben. Frau leben, Hamma.

26 – Juli 2017: Ziehe und bewege (das tue ich je schon länger, sagen andere) mich nun wie eine Frau an. Ich lebe in einem falschen Körper, du bist eine Frau. Daher zieh dich an, wie du willst. Seitdem trage ich auch Longshorts und Nylons. Achte nun auf die richtige Körperhaltung beim gehen und sitzen, damit man auch als Frau akzeptiert werde und achte umso mehr auf mein Aussehen.

26 – Juli 2017: Mein Name Emiy-Rose Frank wird auf Instagram, Pinterest, Twitter und Google+ eingesetzt.

26 – Juli 2017: Vorbereitung auf das öffentliche Outing (bis August), dass ich meine männliche Züge hasse und seit Ende 2015 meine feminines inneres entdeckt habe und ein anderes Leben als eine Frau mir nicht mehr vorstellen kann. Dazu will ich enge Freunde und Bekannte im voraus anschreiben und um Hilfe bzw Beistand bitten.

26 – Juli 2o17: Suche nun eine Psychologin aus dem Raum Rhein-Main-Gebiet und will noch im Juli einen festen Termin vereinbaren, um alle meine Maßnahmen fachlich begleiten zu lassen und auch vielleicht Fragen klären, die ich selbst nicht sehe.

26 – Juli 2017: Habe mich nun über meinen TS-Weg informiert, weiß nun, dass ich 2 bis 3 Jahre und zwischen 6.000 bis 30.000 Euro brauche, wenn Brust- und Gesichts-OP gemacht wird, eher 30.000 Euro.

26 – Juli 2017: TS-Lebenslauf steht. Nun wird dieser mit Leuten aus der Vergangenheit besprochen, um 100% alles richtig zu machen.

27 – August 2017: Ein Monat wegen akuter Belastungsstörung und Erkältung krank geschrieben, in Wahrheit waren das erste Anzeichen meiner alten Depression, die ich da kaum erkannt habe. Dadurch verschiebt sich mein öffentliches Outing auf unbekannte Zeit. Auch habe ich den Termin bei einer Psychologen aus Frankfurt abgesagt. Wer mich aber privat sieht, erkennt, wie sehr weiblich ich aussehe und wirke, im Prinzip fehlen nur noch die Brüste und ein feminines Gesicht.

26 – September 2017: Beschäftige mich viel mit dem Thema Depression. Habe das Gefühl, dass ich die Depression nicht besiegt habe. Ende September leide ich dann das erste Mal an heftigen Panikattacken. Dadurch hatte ich eine ganze Woche lang einen sehr schlecht Schlaf gehabt. Danach verfolgen mich sehr viele Gedanken. Habe Angst, dass die Zeit so schnell vorbei geht. Habe danach auf ein Mal Angst alleine zu sein und allgemein kann ich nichts mehr sehen, was mit Geschichte zu tun hat und mit dem Tot. Habe das Gefühl, ich werde verrückt.

26 – Oktober 2017: Ich fange eine neue Arbeit an, damit ich auch mehr Geld habe und weil der Verlag zurzeit umstrukturiert wird, kommt von dieser Seite je kein Geld. Nach einer Arbeitswoche total Ausfall. Die Depression ist zurück. Nun wohl in mittlere Stärke.

26 – ab Oktober 2017: Seit dem wegen Panikattacken und Depression krank geschrieben. Nehme öfter abends Atosil, als es nicht half gegen meine Panikattacken, wurde mir Antidepressiva verschrieben. Seit Ende Oktober geht es mir einige Maße besser. Ich habe wegen den Panikattacken und meinen Leiden als Frau leben zu wollen, den Drang unter Menschen zu kommen. Da durch alleine sein meine Panikattacken eher schlimmer werden. Ich bin seitdem wieder auf Facebook richtig aktiv, nun als Emily-Rose Frank.

27 – Oktober 2017: Habe mich nun öffentlich auf meinem Facebook-Profil als Transsexuell geoutet. Die Reaktionen waren alle bis jetzt positiv und somit ist der Prozess abgeschlossen überall als Frau aufzutreten. Nun habe ich angefangen auch BH´s in Cup C zu tragen. Werde jetzt offiziell als Frau leben.

27 – Oktober 2017: Habe einen Termin bei einem Psychologen wegen Panikattacken und Depression, ich überlege ob ich einen nicht Transerfahrenen Psychologen nehmen soll, er ist ja auch ein Mann, hm, aber dann würde ich vor Ort jemanden haben und nicht lange warten müssen. Mal sehen, wie ich mich entscheide.

27 – November 2017: Mein neues Fitness- und Ernährungsprogramm liefert langsam positive Ergebnisse. Ich habe mein Gewicht von 73,1 kg auf 66 kg sicher stabilisiert. Nun kommt als nächstes 63,0 kg bis Ende Frühling 2018 dran. Ziel 60,0 kg bis Herbst 2018.

Du hast auf dieser Seite meine (auch indirekte) Entwicklung zur Erkenntnis einer transsexuellen Frau zu sein, nun gelesen. Auf der nächsten Seite – auch rechts beim Untermenü – geht es darum, wie ich ab der Erkenntnis (genau gesagt seit dem Outing) meinen Weg einschlage, um eine richtige Frau zu werden.