Browsing Tag

flüchtlingswelle

Das achte Wahlthema: Mietwohnungsbau endlich fördern!

In meinem knappen, aber starken Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2019 bzw. Kreistagswahl in Rhein-Hunsrück, fordere ich die Förderung von neuen Mietwohnungen, durch eine Gründung einer Kreis-Wohnungsbaugesellschaft. In diesem Blogartikel vertiefe ich das Wahlthema.
 Regionalpolitik  

Seit mindestens über 1,5 Jahren suche ich schon eine neue Mietwohnung. Anfangs um Kastellaun und danach von Kirchberg bis Gemünden. Als Single, damals mit Krankengeld und einer Katze seit Mai 2018, ist es nicht leicht. Am Ende dachte ich, das Problem liegt bei mir, also finanziell. Aber da lag ich wohl falsch.

Vor ungefähr einem Monat habe ich dann in einer Facebook-Gruppe eine Umfrage erstellt, ob die anderen Menschen im Rhein-Hunsrück-Kreis leicht haben, eine neue Wohnung zu finden. Nur eine kleine Minderheit fand problemlos eine neue Wohnung. Eine Mehrheit beklagte große Probleme. Meistens wegen eigenen Kind oder einer Katze.

Danach habe ich dann auf meiner politischen Facebook-Seite eine Facebook-Umfrage erstellt, ob im Rhein-Hunsrück-Kreis eine Wohnungsnot herrscht bzw. zu wenige Mietwohnungen im Hunsrück gibt?

Viele Hunsrücker haben nicht teilgenommen, aber immerhin 32 Menschen, die meisten, die ich mich nicht kannten. Davon bejahen 59 % die Umfrage, also der Wohnungsnot herrscht bzw. zu wenige Mietwohnungen gibt. Nun weiß ich, ich bin wohl nicht die einzige Betroffene.

Denn ich habe schon von anderen Menschen im Hunsrück gehört, dass sie schwer eine Wohnung finden oder jemanden kennen, wo es schwer hat eine neue Mietwohnung zu finden. Besonders groß ist die Problematik in Kastellaun und Simmern.

Das Lustige in Kastellaun ist ja, es wird viel gebaut, aber halt nicht für den Otto Normalbürger. Vom Gefühl würde ich sagen, dass ungefähr 70 % der neuen Wohnungen Eigentumswohnungen sind, der Rest verteilt sich dann unter normale und Luxus Wohnungen. Kastellaun trägt daher durch bei, dass der Otto Normalbürger keine Mietwohnung in Kastellaun finden kann.

In Simmern dagegen werden weniger Eigentumswohnungen gebaut, dafür extrem teure Mietwohnungen. Für den Hunsrücker sind diese Mietpreise einfach eine Frechheit, einzig für Großstädter noch gerade gut bezahlbar. Zumindest hat man in Simmern die Lage erkannt und will mehr Miethäuser bei neuen Neubaugebieten ermöglichen. Mal sehen.

Und in meiner Gegend? Minimaler Neubau von Mietwohnungen. Ein Miethaus in Denzen und zwei in der Kirchberger Innenstadt bzw. nah dran. Die neuen Neubaugebiete, die eines Tages fertig sind – in Kirchberg ist man bei Stadtentwicklung lahm unterwegs -, spricht man von neuem Wohnraum. Aber für wenn denn? Für Menschen die neu bauen wollen? Wahrscheinlich, denn nur, wenn man Vorschriften und Planungen beim Neubaugebiet für Miethäuser macht, kann sich was ändern.

Nun vom logischen Hintergrund. Der Wohnungsmarkt im Hunsrück ging vor 5 Jahren noch. Da waren die Mieten in den Kleinstädten leicht höher als in den Dörfern. In den Kleinstädten hat man immer schon 2 bis 4 Monate gebraucht, bis man eine passende Mietwohnung unter Vertrag hatte. In den Dörfern dagegen waren die Mietwohnungen spottbillig und schnell verfügbar.

Heute? Die Nachfrage ist durch die Flüchtlingswelle von 2015 und der Großstädter besonders aus dem Rhein-Main-Gebiet gestiegen, letzteres wird sich noch fortsetzen. Was macht die Politik? Fast gar nichts.

Im Oktober 2017 beantragte die Fraktion »die Linke« im Kreistag Rhein-Hunsrück eine kommunale Wohnbaugesellschaft in Trägerschaft des Kreises. Leider gab es bei diesem Antrag keine Vorgespräche und so lehnte natürlich eine knappe Mehrheit den Antrag ab. Besonders die CDU-Fraktion lehnte den Antrag ab. Seitdem ist nichts mehr passiert.

Und man hätte mit einer kommunalen Wohnbaugesellschaft auch die Ortskerne verbessern können. Oder wie durch die kommunale Rhein-Hunsrück Entsorgung für eine kommunale Wertschöpfung sorgen.

Noch eine Anmerkung. Meistens ist nicht der Preis das Problem eine Mietwohnung in einer gewissen Gegend zu finden, sondern, dass es einfach kein Angebot gibt. In Hochdeutsch, der Markt ist fast leer gefegt und keiner will daran was verändern.

Daher bin ich für eine kommunale Wohnbaugesellschaft, die besonders in den Dörfern neue Mietwohnungen bauen muss. Denn dort sind die Grundstücke sehr günstig, schnell bebaubar und davon profitieren den Dörfern.

Was folgt als Nächstes? Zurzeit überlege ich, ob ich ein Bürgerbegehren zu diesem Thema machen sollte, damit beim Erfolg des Begehrens der Kreistag gezwungen ist eine Wohnungsbaugesellschaft zu gründen. Immerhin kann man zurzeit sehr günstig Baukredite erhalten und sind durch die Mieteinnahmen wieder nach 20 Jahren abbezahlt.

Aber ich bin unsicher, ob 15 % der 83.000 Wähler mehrheitlich für das Anliegen stimmen würden. Denn das muss man nach dem Gesetz mindestens bei einer Abstimmung erreichen.

Wenn Du die gleiche Meinung wie ich hast, dann unterstütze mich bitte bei meinem Wahlkampf. Vom FDP-Listenplatz 41 – als Patrick Frank, Namensverfahren läuft noch – auf 4 bis 5 zu kommen, muss ich das unmögliche schaffen. Immerhin brauche ich nur – Grins – 700 Wähler, die mir jeweils drei Kreuze geben, um in den Kreistag hereinzukommen. Wahlprogramm findest Du hier: dieser Link auswählen

Übrigens habe ich nun ein Facebook-Event eröffnet, wo man auch als Nichtwähler erfährt, weshalb man mich wählen sollte, wieso die Kreispolitik auch für den Otto Normalbürger wichtig ist und deshalb teilnehmen kann, wenn man mich wählen kann sowie gerne seine Freunde für das Event einladen.

Freue ich mich auch, wenn Du diesen Artikel bei Deinen Freunden schicken könntest bzw. zumindest auf Deinen Facebook-Account.