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Bauausschuss

Heimathaus abreißen? Es reicht langsam!

Vor kurzen hatte die Rhein-Zeitung über das Kirchberger Heimathaus berichtet und der Beschloss vom Bauausschuss dieses Haus abzureißen, wegen den zu höhen Sanierungskosten.
 Regionalpolitik  

In den letzten Jahren konnte man sehen, wie die Stadtpolitik in Kirchberg aussieht. Denn anscheinend wurde schon vor vielen Jahren die Politik festgelegt, alte Häuser durch Baulücken zu ersetzen und dies dann unter Stadtsanierung zu verkaufen. Sonst kann ich mir nichts anderes einfallen lassen, wieso es zu viele Baulücken in der Kirchberger Innenstadt gibt. Dazu gibt es viele Beispiele, ob neben der Volksbank, bei der alten AOK oder bei der Ratsgasse. Und nun auch beim Heimathaus?

Wieso diese Frage? Ende Januar hatte die Rhein-Zeitung mal wieder über das Heimathaus berichtet. Denn der Bauausschuss hatte in eine interne Sitzung den Abriss des Heimathauses beschlossen. Der Grund war das dritte Gutachten, dass die Sanierung auf 515.000 Euro schätzt. Genau so hoch liegt auch der jährliche Haushalt nach den VG- und Kreis-Umlagen. Wieso man wohl auf die Idee des Abrisses kam?

Anstatt nach neue Finanzierungsformen zu schauen und das Gutachten kritisch zu bewerten – da das Gebäude nur eine Nutzfläche von 60 m² hat – kam man auf den Abriss. Mal ganz ehrlich. Als ich dies in der Rhein-Zeitung lass und die Reaktion vom Bürgermeister, hatte ich die Schnauze voll! Wie viele Baulücken soll es noch in Kirchberg geben? Wie lange muss diese kurzfristige Politik noch weitergehen, bis die letzten Kirchberger Kommunalpolitiker verstehen, dass sie ihr eigenes Grab schaufeln.

Wieso diese aktuelle Stadtpolitik massive Probleme verursachen wird und wie ein anderer Weg aussieht, erkläre ich in den folgenden Artikel „Eine andere Stadtpolitik für Kirchberg – das auch den Namen verdient!„, der wegen zeitlichen Gründen erst am 4. März 2015 bei meinen Blog erschien.

Und nun wieder zurück zum Heimathaus und zu deren möglichen Alternativen!

Die Alternative zu den Abriss

Die beste Lösung für das Heimathaus wäre ein Verein oder eine Genossenschaft. Ziel dieser Organisation ist dann die Finanzierung der Sanierung des Heimathauses und sowie ein Anbau, um dem Heimathaus mehr Platz im Erdgeschoss zu geben und im ersten Obergeschoss ein Büro für Interessante zu vermieten. Letzteres dient dazu, um das ganze Objekt auch langfristig finanzieren zu können. Damit dies eine Chance auf Erfolg hätte, muss sich auch die Stadt Kirchberg mit einer gewissen Summe bei der Genossenschaft beteiligen, sowie die Kirchberger Bürger und Unternehmer. Nur so könnte man einen guten Teil selbst finanzieren und müsste nur für einen kleinen Teil einen Förderkredit beantragen, den man dann mit den Einnahmen des vermieten Büro wieder abzahlen würde. Bezüglich dem Büro muss dann auch noch was klar gestellt werden. Hier ist Kreativität und für Kirchberger Verhältnisse normale Mieten gefragt. Alles über 8 Euro Netto pro Quadratmeter ist fast nicht vermarktbar in Kirchberg. Ich erinnere nur ungerne, das wir nicht Kastellaun oder Simmern sind, sondern Kirchberg. Auch wären Partner zu empfehlen, die für dieses Projekt ehrenamtlich oder vergünstigt arbeiten. Ich denke z.B. dabei an der Rechtsberatung für den Aufbau der Organisation oder dessen Umsetzung. Was auf keinen Fall geht, dass ein ortsbezogenes Unternehmen ein überteuertes Angebot abgibt, was schon mindestens ein mal passierte. Und hier kommen wir direkt zum Thema. Damit die Kosten nicht explodieren, müssen die Menschen über eine Bausanierung entscheiden, die sich damit auskennen. Und da kenne ich nur ein Wort: Expertenteam

Diese Organisationsformen (Genossenschaft oder Verein) ermöglicht erstens eine demokratische Arbeit und ermöglicht die rechtliche Rahmenbedingungen (Gemeinnützigkeit, Finanzierung, Organisationsaufbau).

Und noch eine kleine Bemerkung. Statt zwischen volle Finanzierung über die Stadt Kirchberg oder Abriss, sollte man auch offen für unkonventionelle Lösungen sein und mal Kreativität zeigen. Und natürlich kann eine unkonventionelle Lösung schief gehen, aber wer was riskiert, kann auch groß gewinnen. Und genau hier steckt ja der Erfolgsgrund von Menschen, die unkonventionelle Wege einschlagen.

Wichtige Veranstaltungen bezüglich dem Heimathaus

Als erstes muss nun die wahnsinnige und sehr fragwürdige Entscheidung des Bauausschusses gestoppt werden. Am heutigen Montag, dem 2. März 2015 wird es dabei eine parteioffene Veranstaltung beim Hotel Weber um 19.30 Uhr beginnen. Mit dem Titel „Kirchberg: Keine Heimat ohne Heimathaus“. Ich werde dabei sein, sowie viele andere. Ich freue mich daher, wenn auch andere zu dieser Veranstaltung kommen.

Und danach gibt es auch noch einen wichtigen Termin, bezüglich dem Heimathaus. Am kommenden Donnerstag, dem 5. März 2015, ab 19:00 Uhr wird im Ratskeller wieder eine öffentliche Ratssitzung stattfinden. Dabei steht auch die Sanierung des Heimathauses. Je mehr dafür kommen, desto werden die Ratsmitglieder und die Mitglieder des Bauausschusses wissen, welche falsche Entscheidung Sie getroffen haben!

Und zu den letzten Satz vom Bürgermeister „Endes entscheidet jedes der 21 Ratsmitglieder mit seiner Stimme über die Zukunft des Heimathauses.“ hat er allgemein Recht. Aber ich weise nur gerne darauf hin, wenn man im Stadtrat mal wieder eine falsche Entscheidung getroffen wird, das eine solche Entscheidung von den Bürgern wieder geändert werden kann. Ich sage nur Bürgerbegehren mit den folgenden Bürgerentscheid. Und zurzeit sieht es danach aus, das ein Bürgerentscheid fällig ist!

Quellen:

Rhein-Zeitung.de

StadtKirchberg-Hunsrueck.de