Meine größte Herausforderung: Kreistagswahl gewinnen

Nicht nur meine 4 FDP-Anträge sind gut bis sehr gut bei der FDP Rhein-Hunsrück Mitgliedsversammlung angekommen, sondern mir wurde auch am Ende ein Listenplatz für die kommende Kommunalwahl am 26. Mai 2019 von jemandem anderem zur Verfügung gestellt und kandidiere somit überraschend für den Kreistag Rhein-Hunsrück! Daher läuft mein Wahlkampf den ersten Tagen nicht ganz perfekt ...
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Damit habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Zwei von vier Anträgen bei meiner ersten FDP-Mitgliedsversammlung in Rheinböllen kamen sehr gut an.

Besonders davon der Antrag „(Wahl-)Workshop(s) vor Ort – wie stellst Du Dir der Kreis im Jahre 2030 vor?“ kam sehr gut an. Zwei von drei geschäftsführende Vorstände lobten diesen Antrag sehr. In diesem Antrag ging es, die Wähler vor und nach der Wahl vor Ort – jeweils bei den einzelnen Verbandsgemeinden – in den Mittelpunkt zu stellen, dass somit nur Politiker zu hören, welche Sorgen und Vorschläge die Bevölkerung hat.

Aus diesem Grund habe ich meine erste Initiative in meinem Wahlkampf gestartet. Ich habe das Bürgerforum Rhein-Hunsrück auf Facebook als Facebook-Gruppe gegründet, werde dies auf Instagram demnächst auch aufmachen. Sollte ich das Unmögliche erreichen und somit gewählt werden, will ich das Bürgerforum Rhein-Hunsrück als dauerhafte unabhängige Institution für den Rhein-Hunsrück-Kreis befestigen, indem ich das Bürgerforum Rhein-Hunsrück als Antrag in den Kreistag hineinbringe und dafür um Mehrheiten kämpfe. Bei Erfolg könnte einmal im Quartal ein Bürgerforum jeweils in einer anderen Verbandsgemeinde stattfinden und die Bürger könnten wie jetzt auch dafür Facebook sowie Instagram für ihre Sorgen und Vorschläge benutzen. Findet Ihr das Bürgerforum Rhein-Hunsrück auch gut? Dann macht doch auf Facebook mit!

Übrigens ist mir Bürgerbeteiligung sowie Basisdemokratie sehr wichtig, aber ohne große Unterstützung würde ich dies und weitere Programmpunkte nicht erreichen. Aus diesem Grund habe ich meine eigene Unterstützungsgruppe gegründet, sowas wie mein eigener Arbeitskreis für die Kreispolitik vor und nach der Wahl, somit müssen Interessierte nicht Mitglied bei der FDP werden, um mit mir die Region zu gestalten. Wer mich beim Wahlkampf – bis 26. Mai – und/oder danach noch unterstützen will bzw. auch mitmachen will, sollte mich auf meinen verschiedenen Social-Media-Accounts anschreiben.

Aus der Kirchberger FDP kam eine Stimme, dass doch schon jetzt im Kerngebiet keine Windkraft-Anlagen entstehen dürfen, darauf ich dann sagte, es geht mir um den ganzen Naturpark Soonwald-Nahe und nicht nur um die kleine Kernzone. Und es ist doch egal, ob das Windrad nun ca. 1,1 Kilometer von einer Gemeinde entfernt ist oder 0,8 Kilometer. Man sieht das Windrad immer noch und ist alles andere als schön. Da sagte ich dann, es gibt Menschen wie mich, die ziehen nicht in eine Gemeinde, wenn rund um die Gemeinde nur Windräder stehen, wie zwischen den Dörfern von Kastellaun bis nach Simmern. Dann verstand jeder, warum ich den Antrag stellte.

Und aus diesem Grund werde ich zwei Programmpunkte in meine Kreispolitik rein holen. Keine neuen Windkraft-Anlagen im ganzen Naturpark Soonwald-Nahe und allgemein im Rhein-Hunsrück-Kreis eine Begrenzung der Windkraftanlagen. Es wurde genug an Windkraftanlagen in unserem Kreis gebaut. Daher werde ich diesen Punkt mit aller Kraft durchboxen.

Mein Vorschlag, keine weiteren Windkraftanlagen im Rhein-Hunsrück-Kreis, stattdessen Solarzellen auf nur Gebäuden mit Stromspeicher später – wie die Tesla-Technik und in ca. 2 Jahren wirtschaftlich vom Preis – und ein mittelfristiger Umbau der Windkraft in Rhein-Hunsrück auf paar wenige Hochleistungs-Windräder, also weniger Windräder in Zukunft, aber ein gleicher Gesamtertrag. Gut kam auch mein Antrag „Erstellung, Umsetzung und Förderung eines Tourismuskonzeptes für die Region Simmern-Ravengiersburg-Gemünden (entlang des Simmerbachs)“ an. Vorab, schon wieder kam die gleiche kritische Stimme aus der Kirchberger FDP. Anscheinend wie die CDU in Kirchberg. Grins.

Mein Antrag, für die Region Simmern über Ravengiersburg bis nach Gemünden ein Tourismuskonzept erstellt wird, der auch den Simmerbach mit einbindet und nach Erstellung umgesetzt wird und in dem Konzept genannten Projekten. Für die Umsetzung sollen finanzielle Fördergelder auf alle Ebene – Kreis bis EU – erreicht werden.

Der Gedanke von mir, die Leute kommen bei Simmern an. Dann geht es per Wanderweg oder mit dem Fahrrad nach Ravengiersburg. Ravengiersburg könnte ja nach dem Kastellauner Vorbild im kleinen Stil saniert werden. Vor Ravengiersburg oder zwischen Ravengiersburg und Gemünden entsteht ein Stausee, wie von der Größe in Bitburg, der auch für Hochwasserschutz dient (Hochwasser Gemünden und Ravengiersburg) und viel Tourismus bringt, wo sogar ein großes Hotel am Stausee ist.

Gemünden als Perle des Hunsrücks. Henau mit der Koppenstein-Burg fällt leider schon aus finanzieller Sicht aktuell weg. Als Tourismus-Magnetpunkt sollte dann unter anderem das Freibad Gemünden dienen. Dieses Freibad könnte z. B. mit einem Camping-Platz erweitert und integriert werden. Dazu eine lokale Mountainbike-Strecke a la Boppard und der existierende Fahrrad-Weg von Gemünden nach Simmern.

Das Freibad Gemünden sollte mit den gerade drei Projekten unter ein Dach betrieben werden und könnte sich so finanziell besser aufstellen. Eine Co-Finanzierung der drei Projekten Freibad Gemünden, Camping-Platz und Mountainbike-Strecke muss dann selbstverständlich über die VG Kirchberg, VG Simmern-Rheinböllen und der Gemeinden Gemünden und Mengerschied laufen.

Ein Ende des Freibades Gemünden – wie der VG Kirchberg damals 2015 verlangte – wäre für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie für den Tourismus ein Alptraum. Und werde ich mit allen Mittel verhindern, denn ich habe als Kind da 4 Jahre gewohnt und würde im Kreistag daher versuchen den Tourismus allgemein in Gemünden zu fördern, damit das Freibad dadurch erhalten bleibt. Ich treue den neusten positiven Entwicklungen in der Verbandsgemeinde Kirchberg nicht, da ich wir kurz vor der Wahl stehen …

Mein letzter Antrag „Interkommunale Zusammenarbeit Schinderhannes-Region (Rhein-Hunsrück, Bad-Kreuznach und Birkenfeld) statt Superkreis a la Saarland“ kam nicht bei jedem gut an. Am Ende ging der Antrag durch. Aber mit nur 12 dafür, ca. 2 dagegen und ca. 20 enthielten sich.

Ob einige für den Superkreis waren oder man allgemein alles so lassen wollte, wie es ist, obwohl wir uns wegen der demografischen Entwicklung anpassen müssen, damit unsere Region auch in Zukunft fit bleibt. Keine Ahnung, zumindest hatte ich am Ende Glück gehabt.

Danach folgte dann die Wahl für die Kreistagsliste und ich wusste nicht, ob ich dafür vorgeschlagen werde und ob ich kandidieren sollte. Mal war ich wegen meiner privaten Lage dagegen und Mal dafür, nämlich mein Herz.

Am Ende musste ich mich selbst vorschlagen, nur im falschen Moment, weil ich dachte, ansonsten werden die restlichen Plätze automatisch nach dem Vorschlag besetzt. Da irrte ich mich leider und musste somit noch gegen eine andere junge FDP-Mitglied kandidieren, die noch auch eine Frau, Bloggerin und Mutter war. Da konnte ich ja nur verlieren, war aber froh, dass in der lokalen FDP eine junge Frau dabei war, da es ansonsten viele ältere Mitglieder gibt und die paar junge Mitglieder fast immer Männer waren.

Am Ende wurde mein Mut belohnt. Denn nach der Abstimmung ging der geschäftsführende Vorstand kurz weg und bekam es nur bisschen mit, da ich natürlich traurig über das Ergebnis, da ich ja 4 gute Anträge gestellt habe und womit die Hälfte der Anträge von mir kamen. Diese Anträge haben mich dann auch überraschend gerettet.

Denn danach hat die Vorsitzende Carina Konrad geredet, die nebenbei Bundestagsabgeordnete ist und fachlich sehr gut ist. Ungefähr sagte sie, dass auch der Vorstand Fehler macht und man sich aus guten Gründen vorab im Vorstand auf eine Vorschlagwahlliste einigt. Kurz war da meine Konzentration weg. Aber kurz danach bekam ich wieder mit. Ist nicht wörtlich, aber inhaltlich ungefähr. Sie sagte ungefähr weiter, man habe sich im Vorstand kurz unterhalten und würde mich für die Wahlliste vorschlagen (empfehlen? Ich weiß es nicht so genau, ich war total durcheinander in diesem Moment) und hat mit dem Herrn Böhm geredet, der seinen Listenplatz für mich frei macht. Ich war da total überrascht.

Warum? Zwei der drei geschäftsführende Vorstände habe ich wohl so mit meinen Anträgen überzeugt, dass zwei der drei Vorstände jeweils gewisse Anträge (Workshops/Bürgerbeteiligung) gelobt haben oder schon eine Nummer weitergedacht (Tourismuskonzept) haben.

Spätestens da war ich fertig, ob negativ oder positiv. Natürlich habe ich einen Tag später, also gestern mit den ersten Gedanken zum Wahlkampf gemacht. So entstanden auch weitere Themen und die ersten Anfänger-Fehler beim Auftreten in Facebook. Zum Glück habe ich schon jetzt angefangen und habe noch gut Zeit, besser zu werden und viele Verbesserungen auch aufzunehmen.

Übrigens, damit ich in den Kreistag schaffe, brauche ich 1.700 Wähler, die mir jeweils drei Kreuze geben oder halt 2 % der Wähler. Also realistisch. Deshalb das Unterstützungsteam.

Was folgt nun als nächstes? Wie will ich den Wahlkampf führen? Was sind meine weiteren Themen bzw. mein Wahlprogramm? Vieles weitere in den nächsten zwei Tagen und vereinzelt auch auf meinen Social-Media-Kanälen, wenn ich ein weiteres Wahlthema intern bei mir festgelegt habe.

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