Homosexualität und Christ? Geht das überhaupt?!

Heute will ich ein sehr interessantes Thema anpacken. Und da muss ich leicht schmunzeln. Ich meine, die folgenden zwei Themen passen gar nicht gut zusammen. Auf der einen Seite ‚homosexuell, also lesbisch und schwul‘ und auf der anderen Seite ‚Christ‘.  Der islamischen Betrachtung zum Thema homosexuell kommt in einem anderen Blogartikel. Den Juden habe ich mir gespart, weil ich darin keine fachliche Ahnung habe, aber auch, weil diese Religion kaum in Europa ausgeübt wird. Du […]
Homosexuell Christentum
 Gesellschaft & Politik  

Heute will ich ein sehr interessantes Thema anpacken. Und da muss ich leicht schmunzeln. Ich meine, die folgenden zwei Themen passen gar nicht gut zusammen. Auf der einen Seite ‚homosexuell, also lesbisch und schwul‘ und auf der anderen Seite ‚Christ‘.  Der islamischen Betrachtung zum Thema homosexuell kommt in einem anderen Blogartikel. Den Juden habe ich mir gespart, weil ich darin keine fachliche Ahnung habe, aber auch, weil diese Religion kaum in Europa ausgeübt wird. Du fragst Dich nun wieso nehme ich so verschiedene Themen in einen Blogartikel? Und wieso das eine auf die Seite und das andere auf die andere Seite? Für die Transsexuelle, Lesben und Schwule ist Selbstbestimmung – die eine Seite – selbstverständlich, während auf der anderen Seite die Selbstbestimmung bei den Christen und Muslime nicht immer selbstverständlich ist. Nach langer Suche im Internet, hatte ich dann endlich Erfolg, was nicht sehr leicht war. Ehrlich gesagt hatte ich es im Islam beim Thema Homosexualität viel einfacher gehabt, also für Homosexualität was zu finden, fand ich irgendwie komisch. Interpretationen aus einzelnen Bibel-Zitate aus verschiedenen Stellen, gelten bei mir nicht als Beweis, wie manche fundamentalistischen Christen das machen. Nur in einem Gesamtbild einer Bibel-Geschichte kann man erst eine fachliche Meinung aufbauen und da war es im Islam sehr einfach gewesen. Im Christentum musste ich lange suchen, um was zu finden, was die Sache in einem Zusammenhang gut erklärt. Die Homosexualität gilt somit nach der Bibel NICHT VERBOTEN. Und am Ende erzähle ich Euch meine Erfahrung als Ex-Mitglied einer Freikirche, wo ich leider einen betroffenen Homosexuellen kannte, der es leider nicht leicht hatte. Die Erklärung sehe nun.

Auch in der Bibel finden wir also keinen Verweis auf Homosexualität an sich, sondern auch hier scheint es viel mehr um Vergewaltigung zu gehen. Ich habe dafür zwei interessante Texte für Dich ausgewählt, die alles perfekt dar stellen:

Warum befürworten die Reformierten Homosexualität?

Frage: Warum befürwortet die reformierte Kirche homosexuelle Beziehungen, obwohl sie in der Bibel abgelehnt werden? Was sagt die Bibel über die Tiefen des männlichen und weiblichen Wesens, über deren Unterschiede und die gegenseitige Ergänzung?

Antwort: Wir sollen auf die Schrift hören, einverstanden! In der Vorrede der Zürcher Bibel von 1531 steht dazu der denkwürdige Satz: »Der die Worte der Schrift nur liest und auf den Sinn und Geist nicht achtet, der irrt mehr, als der, der sie nicht gelesen hat.« Sie sagen, die Bibel sei gegen Homosexualität. Ist sie das? Gleichgeschlechtliche Beziehungen werden jedenfalls nirgends erwähnt. Bei Themen wie Reichtum oder Fremdenfeindlichkeit poltert die Bibel drauflos, und wir stellen uns taub. Die Liebe zwischen zwei erwachsenen Männern – von Frauen ganz zu schweigen – ist schlicht kein Thema oder allenfalls ein biblisches Flüstern. Und wir machen daraus ein Thema, das Kirchen spaltet. Dabei geht es dort, wo explizit homosexuelle Praktiken verurteilt werden, um Vergewaltigung (Dt. 19,5), Tempelprostitution (Dt. 23,18), kultische Unreinheit (Lev. 18,22) oder Sex mit Knaben (1. Kor. 6,9). Hier gibt es nichts zu befürworten. Die reformierte Kirche sagt vielmehr – im Geist des Evangeliums – Ja zu den Menschen, die sexuell anders ticken und deswegen lange Zeit kriminalisiert oder für krank erklärt wurden. Für mich ist das kein Grund, die Tiefendimension der Geschlechterdifferenz zu leugnen. Die Liebe zwischen Mann und Frau ist ein Gleichnis für die Liebe zwischen Christus und der Kirche (Eph. 5,31). In der Schöpfungsgeschichte steht der Spitzensatz (Gen. 1,27): »Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, als Mann und Frau schuf er sie.« Haben wir den revolutionären Tiefensinn dieser Aussage wirklich verstanden, wenn wir daraus ein Verbot der Gleichgeschlechtlichkeit ableiten? Von Christus, dem Ebenbild Gottes, heisst es, in ihm sei weder Mann noch Frau noch Jude noch Heide (Gal. 3,28). Also gilt auch: In ihm ist weder homosexuell noch heterosexuell. Ich meine, diese Auslegung achte auf den Sinn und Geist der Heiligen Schrift. – Quelle: reformiert. / www.reformiert.info / Januar 2016. tweet

Ein Vortrag von Frank Lorenz, ehemals Leiter der Projektstelle für alternative Lebensweisen

der Evangelisch-Reformierten Kirche Basel-Stadt

Referat zur Synode der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons Aargau  zum Thema Versöhnung – Homosexualität und Homosexuelle in Kirche und Gesellschaft.

Ich freue mich, zum Gelingen einer Synode beitragen zu können, deren Thema »Homosexualität« ist, deren Titel aber »Versöhnung« lautet.

Eingangs gilt es – im Sinne des Begriffs »Versöhnung« – eines festzuhalten: Homosexuelle Männer und Frauen waren und sind schon immer Teil der Kirchen, und stehen nicht aussen vor, und fordern Einlass. Das wirkliche Problem, das homosexuelle Männer und Frauen in den Kirchen haben, ist, dass sie in den Kirchen – wie so genügend andere Kirchenmitglieder – nicht vorkommen. Es wird geplant und gepredigt, als wenn unsere Gesellschaft noch immer vor allem aus Kleinfamilien (Mutter, Vater und zwei Kindern) aufgebaut wäre. Alle anderen Liebes- und Zusammenlebensformen gelten dann natürlich als »Randständige«, und werden dementsprechend behandelt.

Die gesellschaftliche und kirchliche Mitgliederrealität sieht aber schon seit einiger Zeit anders aus. Was innerkirchlich noch weitgehend als normal angesehen wird ist soziologisch eine – wenn wahrscheinlich auch die grösste – Minderheit. Eine nicht geringe Zahl an KirchenmitgliederInnen denkt an Austritt, und es kann nicht verwundern, dass die meisten der Austrittswilligen eben aus dieser Sozial- und Altergruppe stammt, die nicht mehr vorkommt in der Kirche: Es sind dies die 20 bis 45-Jährigen, die unverheiratet sind, oder in nicht registrierter (homo- oder heterosexuellen) Partnerschaft, als Geschiedene oder getrennt Lebende, oder als Ein-Eltern-Familie leben. Deren Anliegen und deren Weltsicht fließt in kirchliche Äußerungen, wenn überhaupt, nur durch Kollektenankündigung oder in sog. „Spezialgottesdiensten“ ein. In diesem theologischen und soziologischen Filter, den sich die Kirchen – in Verkündigung und Angebot – geben, liegt sicher einer der Hauptgründe, dass diese Leute, die nebenbei auch noch sehr zahlungskräftig sind, ihren Austritt geben.

Sie merken, ich weigere mich, das Thema der homosexuellen Männer und Frauen, der Schwulen und Lesben, wie die gängige Selbstbezeichnung lautet, in den Kirchen getrennt von anderen Phänomen zu verhandeln.

Ihr Synodentitel »Versöhnung« wird nur Wirklichkeit werden, wenn das übergeordnete Ziel christlicher Kirchen wieder in den Blick kommt: Zeichen für die Gegenwart Christi sein, also »Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist« sich verwirklicht. »Versöhnung« darf nicht eine bloße Geste der einen Seite gegenüber einer anderen sein: Die drinnen holen die draußen wieder rein. »Versöhnung« der Kirchen mit anderen Lebens- und Liebensweisen wird – richtig verstanden – auch die Versöhnung der Kirche mit sich selber, mit ihren eigenen Zielen und Werten sein. Denn schließlich beschreiben wir ChristInnen uns analog dem Paulus-Wort als »ein Leib und viele Glieder« (1. Kor. und Röm. 12 u.a.). Es geht um eine, sicher manchmal schwierige Einheit in der Vielfalt, um eine Kirche auch, die nicht schiedlich-friedlich darauf wartet, vergessen zu werden. Wir brauchen eine Kirche, die u.a. deutlich Stellung bezieht, auch sich vor einem internen Dissens nicht scheut, um wieder Glaubwürdigkeit zu gewinnen, um im gegenwärtigen Prozess der Individualisierung Antworten zu geben, um prophetisch und geistlich den Dienst zu tun, den ihr Christus aufgetragen hat: »Gehet in alle Welt(en) und verkündet das Evangelium allen« (Mk. 16,15) und „Seid immer bereit, Rechenschaft abzulegen von der Hoffnung die euch erfüllt“ (1. Pt. 3, 15).

Machen wir uns bei der Diskussion um schwule und lesbische ChristInnen also klar, dass hier – pars pro toto (Der Teil steht für das Ganze) – andere wichtige Themen mitverhandelt werden.

1) Homosexualität und Bibel

Ich behaupte zuerst, dass die oft zitierten 7 Bibelverse nichts aussagen über konstitutionelle und partnerschaftliche Homosexualität, wie wir sie heute kennen. Sie beinhalten darum nur sehr wenig, das für eine heutige Stellungnahme von Kirchen zu gleichgeschlechtlich Liebenden und Lebenden wichtig sein könnte.

1.1) Im Alten Testament

Über die weibliche Homosexualität wird in der Bibel überhaupt nichts ausgesagt, sie wird nicht wahrgenommen, da Frauen keine eigene Sexualität zugebilligt wurde. Männliche Homosexualität wird nur an vier Stellen im Alten Testament und an drei Stellen im Neuen Testament unmissverständlich negativ beurteilt. Hinter all diesen Versen steht eine Sexualmoral, die einzig und allein durch – eine archaische und quasi religiöse Vorstellung von – Phallus und Sperma definiert sind. (Fussnote: Wir finden die Belegstellen besonders im Heiligkeitsgesetz. Es wird die homosexuelle Praxis zwischen Männern aus folgenden Gründen verboten:

1) Hs Praxis ist ein »Greuel« (3. Mose 18,22; 20,13), korrekt übersetzt ein Tabubruch, weil der rituell geregelte Kontakt mit der Lebensmacht, dem Sperma, durchbrochen wird. Im gleichen Atemzug wird z.B. der Verkehr mit einer Frau während ihrer Menstruation verboten. Alle an solchen Tabubrüchen beteiligte Personen müssen mit dem Tode bestraft werden. Heute limitiert den Geschlechtsverkehr mit einer Frau, deren Monatsblutungen eingesetzt haben, einzig und allein die betreffende Frau selber.

2) Verstoß gegen das Gebot des Ewigen »Seid fruchtbar und mehret euch« (1. Mose 1,28), wonach sexuelle Askese eines Mannes ethisch fast wie Tötung bewertet wurde. Im heterosexuellen Bereich gilt eine verantwortungsvolle Familienplanung als selbstverständlich, in gewissen Ländern sogar als lebenswichtig. Wiederum: siehe oben. Gleiche Auslegung aller Bibelstellen, bitte!

3) Homosexualität ist eine Ersatzhandlung „beim Manne liegen wie bei der Frau“: Die heutige Thoraauslegung sagt sehr richtig, dass dies nicht gegen partnerschaftliche Liebe zwischen Männern gerichtet sein kann, weil da der Mann bei seinem Freund nicht wie bei einer Frau liegt, sondern diese ihre Sexualität ganz anders gestalten: eben nicht als Ersatzhandlung.

(vgl. dazu auch Stuhlmann, R. in: Wiedemann, H.G. (Hg.) Homosexuell, Stuttgart 1995, S.107 ff.)

Die homosexuelle Praxis verletzt – verkürzt gesagt – die Gebote des Patriarchats, nicht die Gebote Gottes. Nur wer das eine mit dem anderen vermischt oder verwechselt, wird behaupten, dass Gott homosexuelle Verhalten verbietet.

1.2) Im Neuen Testament

Im Neuen Testament wird von Paulus auf diese atl. Stellen Bezug genommen (Röm. 1, 27). Er beschreibt verschiedene Praktiken in der »Völkerwelt« (auch »Heiden«) als Folge dessen, dass sie nicht den lebendigen Gott verehren, sondern Götzendienst treiben.

Die Logik des Paulus besagt, dass Homosexualität für Paulus ein Fehlverhalten ist, das auf ein Fehlverhalten gegenüber Gott folgt.

(Fussnote: Im Kontext stellt Paulus mehrfach sein Verständnis von Natur und Natürlichkeit unter Beweis, indem er verlangt, dass Männer kurze Haare zu tragen haben und Frauen lange, die Frau in der Gemeinde den Kopf bedeckt haben muss (1. Kor. 11,16). Später dann bringt er sogar bis zur Aussage, die Frau habe in der Gemeinde zu schweigen (1. Kor. 14,34). In 1. Kor 6,9 und 1. Tim 1,10 werden in sog. Lasterkatalogen »Knabenschänder« und »Lustknaben« erwähnt, in Parallelstellung zu Männern, die die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nehmen. Die gleichgeschlechtliche Sexualpraktik rückt in die Nähe der im Hellenismus verbreiteten Tempel-Prostitution.)

Paulus benutzt dafür die Wörter »vertauschen« und »entehren«: Durch mann-männliche Sexualität entehrt der eine Mann den anderen logischerweise darum, weil er vorher Gott die Ehre verweigert hat. Götzendienst und Homosexualität bedingen sich für Paulus gegenseitig. Dahinter steht die Vorstellung, dass einer von beiden gesellschaftlich durch den Sexualverkehr zum Sklaven oder Kind wird oder gar die Frauenrolle erhält, also auf eine viel tiefere Stufe gestellt wird. Es ist übrigens kein Jesuwort bekannt, das sich gegen Homosexualität richtet.

1.3) Fazit

Wenn wir die innere Logik der biblischen Argumentation befolgen und auch eine konsequente und gleiche Auslegung der Bibelstellen über hetero- und homosexuelles Verhalten betreiben, kommen wir zum Schluss, dass die Bibel nichts über konstitutionelle oder partnerschaftliche Homosexualität und homosexuelle Liebe sagt.

Meine Damen und Herren: Nicht nur aufgrund dieses Befundes müssen wir uns doch jetzt fragen, was der Grund ist dafür, dass Kirchen und Theologie Jahrhunderten Homosexuelle ausgrenzt und diskriminiert. Darum möchte ich versuchen, einige der Themen zu nennen, um die es wirklich geht, wenn wir über Liebe und Sex (nicht nur) zwischen Männern und Männern, zwischen Frauen und Frauen reden.

2) Homosexualität und die dahinterliegenden, mitdiskutierten Themen

Ich habe erfahren, die innerkirchliche Diskussion um Wert und Bedeutung von Schwulen und Lesben für die Kirche(n) ist oft eine Stellvertreterdiskussion. Was wirklich auf dem Spiel steht wird nicht genannt, wenn in Kirche und Gesellschaft homosexuelles Verhalten abgelehnt, diskreditiert und verboten wird.

2.1) Das Bibelverständnis und die Bibelauslegung

Wenn wir biblische Texte lesen, sollten wir sie vollumfänglich und in ihrem Kontext lesen, nicht einzelne Verse aus dem Zusamenhang lösen. Seien wir also aus Gründen der Logik und der Vollständigkeit und der Aufrichtigkeit im Umgang mit schwierigen Texten in der Bibel im hetero- und im homosexuellen Bereich gleich konsequent. Das bedeutet aber, dass bei der Diskussion um Homosexualität immer unser gesamtes Bibelverständnis auf dem Spiel steht.

2.2) Die Sexualität und Körperlichkeit

Auf der Hand liegt ganz klar das ‚Thema‘ Sexualität und Körperlichkeit für uns ChristInnen. Selbsternannte Kreuzritter der Moral, offen fundamentalistische oder psychologisch verbrämte, versuchen durch die forcierte Diskussion – so mein Eindruck – eine der letzten Bastionen zu halten gegen einen für sie bedrohlichen Wandel in Kirche und Gesellschaft. Immer wieder wird dann das harte Geschütz der Kirchenaustrittsdrohung aufgefahren.

2.3) Das Menschen- und Weltbild

Nicht nur dies

(Fussnote: Es wird auch oft von christlichen Gruppen behauptet – in der Folge einer missbräulichen Auslegung des biblischen Verständnisses des Unterschiedes zwischen vor und nach dem Christwerden – Gott liebe die homosexuellen Menschen, nicht aber ihr Verhalten. Hier werden dann verschiedene sog. „reparative“ Ansätze von Therapie oder Heilung – psychologisch oder spirituell – vorgeschlagen. In einer Trennung des Menschen von seiner Identität – und als solche hat Homosexualität zu gelten – wird ein Mensch aber zerbrochen. Homosexualität wird heute von allen ernstzunehmenden Humanwissenschaftlern als konstitutionell angesehen, d.h. genetisch bedingt und im Lauf der Sexualentwicklung ausgeprägt. Reparative Ansätze dagegen wollen Leib und Geist trennen. Es steht wiederum unsere Sicht des Menschen auf dem Spiel: Ist die biblische Ganzheit aus Seele und Leib – auch dies sind schon fast missbräuchliche, weil abendländisch-philosophische Begriffe – trennbar?)

macht deutlich, dass die Ächtung männlicher Homosexualität eng zusammenhängt mit der Herrschaft der Männer über die Frauen. Eigentlich kann an der Diskriminierung Homosexueller nur jemand interessiert sein, der am Machtgefälle zischen Mann und Frau festhalten will. Es wird klar: Es steht bei der Diskussion um Homosexualität immer unser Menschen- und Weltbild auf dem Spiel.

2.4.) Das Verständnis von Ehe und Partnerschaft

Die Diskussion um Segnung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften verhilft: auch zu einer Klärung unseres reformierten Eheverständnisses Wir müssen erkennen, dass biblisch gesehen Ehe keine Schöpfungsordnung ist, und theologisch ihrer Sakramentalisierung zu wehren ist. Die reformatorische Tradition kennt nur zwei, die von Christus selber eingesetzten Sakramente der Taufe und des Abendmahls. Die Hochschätzung der Partnerschaft zweier Menschen, die neues Leben entstehen lässt, kann nicht auf die rein juristische Institution Ehe im Sinne eines göttlichen Gebot oder gar eines Sakraments übertragen werden.

Meine Meinung und Erfahrung aus dem Christentum zum Thema Homosexuell

Ende vom Vortrag von Frank Lorenz aus dem Jahr 1997, also vor genau 20 Jahren. Nun meine Meinung und Erfahrung. Seitdem hat sich ja einiges geändert. Als ich noch von 2009 bis 2013 Mitglieder einer christlichen Freikirche – Pfingstgemeinde – war, habe ich sehr gut bekommen, wie die Christen aus der Pfingstbewegung über sowas denken. Ich war oft als Mitarbeiter bei den Jugendfreizeiten dabei gewesen und habe daher einiges mitbekommen. Bei den Pfingstler – evangelische Christen – gilt homosexuell als eine Krankheit und Sünde. Sowas muss man aus einem ausbeten. Schon damals habe ich die Haltung sehr kritisiert, nur damals war ich davon nicht betroffen, bevor ich eine transsexuelle Frau wurde, denn jetzt kann ich mich ja lesbisch bezeichnen und somit Homosexuell. Aber aus der alten Zeit kenne ich einen alten Freund, der schwul war. Er hatte es in der lokalen Pfingstgemeinde sehr schwer gehabt. Ich persönlich fand es total unfair und heute aus mehrere Hinsicht ein falsches Verhalten der Anderen, die da negativ gegen ihn eingestellt waren. Und nachdem ich diesen Blogartikel zusammengestellt habe, weiß ich nun, die negativ gegen ihn waren aus religiösen Gründen, hatten falsch gehandelt.

Denn es gibt viele Mitglieder aus den Pfingstler Freikirchen, die blind ihrem Pastor glauben oder anderer wichtiger Leute in der Gemeinde. Das gilt auch für die Jugendfreizeiten. Heute betrachtet, wurden viele Christen mit falschen Informationen gelehrt. Oder anders gesagt, man hat die Bibel missbraucht und nur einzelne Zitate raus genommen, sowie wie es in der Pfingstgemeinde typisch ist, seine Meinung interpretiert, was ich heute mehrmals als klaren Missbrauch bezeichne. Ich finde es sehr schade, dass ich als Nicht-Christ die Erkenntnis über die wahre Bibel-Meinung über Homosexualität herausfinde, als die in meiner alten Zeit angeblichen Bibel-Experten. Anmerkung, ich glaube noch an Gott, aber nicht der Doppelmoral des Christentums. Ich habe meinen Glauben, der ist aber Privatsache.

Ich hoffe, ich konnte als transsexuelle lesbische Frau hier für andere homosexuelle Christen für Klarheit sorgen und für Kampfmaterial sorgen, wenn homosexuelle Christen sich mit der Bibel erfolgreich verteidigen können. Und am Ende auch hier, würde der Gott Hass und arrogantes Handeln belohnen oder eher bestrafen? Die Hass-Kritiker gegen Homosexuelle sind gemeint. Die Antwort spare ich mir, weil jeder denkende Mensch die Antwort erkennt…. 😀