Gläubiger von MGM stimmen Restrukturierungsplan zu

Die Gläubiger der angeschlagenen Hollywood-Studios Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) haben einem Restrukturierungsplan zugestimmt, durch den das Unternehmen einen Teil seiner Milliarden-Schulden los wird. Die wichtigsten Gläubiger hätten „mit großer Mehrheit“ für den vorgelegten Plan für einen MGM-Umbau gestimmt, teilte die Filmfirma am Freitagabend (Ortszeit) mit. Derzeit hat MGM Schulden in Höhe von vier Milliarden Dollar (2,9 Milliarden Euro). Das Unternehmen werde nun „diesen Plan unverzüglich umsetzen, der seine Schulden drastisch verringert und das Unternehmen in eine solide […]
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Die Gläubiger der angeschlagenen Hollywood-Studios Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) haben einem Restrukturierungsplan zugestimmt, durch den das Unternehmen einen Teil seiner Milliarden-Schulden los wird. Die wichtigsten Gläubiger hätten „mit großer Mehrheit“ für den vorgelegten Plan für einen MGM-Umbau gestimmt, teilte die Filmfirma am Freitagabend (Ortszeit) mit. Derzeit hat MGM Schulden in Höhe von vier Milliarden Dollar (2,9 Milliarden Euro). Das Unternehmen werde nun „diesen Plan unverzüglich umsetzen, der seine Schulden drastisch verringert und das Unternehmen in eine solide Lage zur Umsetzung seiner Vermarktungsstrategie versetzt“, hieß es in der Erklärung.

Mit der schnellen Einigung mit seinen Gläubigern vermeidet MGM ein monatelanges Insolvenzverfahren. Die Justiz dürfte den Fall nun schon in den kommenden Wochen prüfen. Außerdem wendete MGM die Pläne des Investors Carl Icahn ab, der das Unternehmen mit den Filmstudios Lionsgate zusammenschließen wollte, deren Hauptaktionär er ist.

Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ sieht der Restrukturierungsplan vor, dass die Gläubiger, darunter die Bank JP Morgan sowie Investmentfonds, auf alle Ansprüche gegenüber MGM verzichten und im Gegenzug Aktien des Unternehmens erhalten. Außerdem tausche die Produktionsfirma Spyglass Entertainment Aktien aus ihrem Besitz gegen rund fünf Prozent der MGM-Aktien aus. Im Gegenzug würden die Spyglass-Gründer Gary Barber und Roger Birnbaum bei MGM die Führung übernehmen, berichtete die Wirtschaftszeitung.

MGM blickt auf eine lange Geschichte mit großen Erfolgsfilmen wie „Ben Hur“ oder „Vom Winde verweht“. Mit 4000 Titeln kann das Unternehmen den größten Filmbestand vorweisen. Derzeit produziert MGM die „James Bond“-Filme. Außerdem sind die Studios an der geplanten Verfilmung der Tolkien-Saga „Der kleine Hobbit“ beteiligt.

Quelle: Stern.de