Foodsharing nun auch im Rhein-Hunsrück-Kreis!

Jährlich landen 11 Tonnen Lebensmittel im Wert von ca. 25 Mird. Euro von der Lebensmittelherstellung bis zum Privathaushalt im Müll. Weitere zwei Millionen Tonnen Lebensmittel geht bei der Landwirtschaft verloren, meistens wegen den unnötigen Discounts-Standards. Als Initiator von Foodsharing Rhein-Hunsrück will ich dies im Rhein-Hunsrück-Kreis ändern. Gemeinsam mit Privatpersonen, HändlerInnen und ProduzentInnen will ich mit anderen Leuten dabei die Möglichkeit geben, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten und abzuholen. Unter anderem soll das unter der Plattform von Foodsharing.de […]
 Aktivitäten & Initiativen Gesellschaft & Politik  

Jährlich landen 11 Tonnen Lebensmittel im Wert von ca. 25 Mird. Euro von der Lebensmittelherstellung bis zum Privathaushalt im Müll. Weitere zwei Millionen Tonnen Lebensmittel geht bei der Landwirtschaft verloren, meistens wegen den unnötigen Discounts-Standards. Als Initiator von Foodsharing Rhein-Hunsrück will ich dies im Rhein-Hunsrück-Kreis ändern.

Gemeinsam mit Privatpersonen, HändlerInnen und ProduzentInnen will ich mit anderen Leuten dabei die Möglichkeit geben, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten und abzuholen. Unter anderem soll das unter der Plattform von Foodsharing.de passieren oder über selbstorganisierte Sammelaktionen und Ausgabeaktionen im Rhein-Hunsrück-Kreis. Der Zeitpunkt dafür ist reif, um gemeinsam in einen Strang zu ziehen, egal ob Endverbraucher, Händler oder Produzent.

Erst Mal werden Mitstreiter gesucht, die mitmachen wollen. Das können Freiwillige, Foodsaver und Kooperationsunternehmen sein. Besonders wichtig in dieser Phase, viel Werbung für das Projekt zu machen. Denn immerhin soll das Projekt nach kurzer Zeit auf eigene Beine stehen. Erst danach beginnt die wirkliche Arbeit. Bei zentralen Ausgabestellen sollen dann die gesammelten Lebensmittel an jeden abgegeben werden. Auch geschieht dies über die Foodsharing.de-Plattform. Folgende Aufgaben müssen dabei bewältigt werden. Zentrale Ausgabestellen finden, Lebensmittel bei Discounter abholen und bei Ausgabestellen oder woanders gelagert werden. Auch muss für das Ganze genug Werbung gemacht werden, damit die Arbeit sich auch lohnt.

Was machen Freiwillige: Willst Du Dich noch ein wenig mehr engagieren als nur ab und an einen Essenskorb abholen oder verschenken, kannst Du Dich als Freiwillige/r einbringen. Zu dem gehört u. a. die Idee von foodsharing in Deiner Region oder Stadt zu verbreiten und dabei zu helfen Flyer und Poster zu verteilen, foodsharing auf Messen zu vertreten, sich um die Sauberkeit von den Fair-Teilern zu kümmern, sowie für Medien- und Presseanfragen zur Verfügung zu stehen. Außerdem können sich die Freiwilligen ganz individuell mit ihren Talenten und Fähigkeiten bei foodsharing einbringen. Es geht dabei z. B. um die Hilfe bei Übersetzungen in andere Sprachen, beim Programmieren über eine API, Veranstaltungen zum Thema Lebensmittelverschwendung, Kontakten zu Läden/Druckereien u. v. m.

Was machen Foodsaver/LebensmittelretterInnen: Die Foodsaver machen das gleiche wie die Freiwilligen, nur dass sie außerdem noch helfen Lebensmittel von Supermärkten, Bäckerein, Bauern etc. vor der Vernichtung zu retten. Sprich überschüssige Lebensmittel mit einem Foodsaver-Ausweis in Absprache mit den anderen Engagierten des Foodsaver Teams von Betrieben abholen und diese an Vereine und soziale Projekte zu verteilen, oder bei foodsharing.de reinzustellen.

Wichtig ist nun, dass der erste Schritt gewagt wird, damit die Lebensmittelverschwendung endlich minimiert wird. Bis jetzt gibt es zwei Mitstreiter, jemand aus Boppard und ich aus Kirchberg. Wer mitmachen will, kann mich über meine E-Mail-Adresse mail@patrickfrank.red erreichen. Ich freue mich auf jede Anfrage. Auch gibt es eine Facebook-Seite: www.facebook.com/foodsharing.rhein.hunsrueck

Kurzer Überblick über foodsharing.de:

www.foodsharing.de soll eine Internet-Plattform werden, die Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit gibt, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten oder abzuholen. Über www.foodsharing.de kann man sich auch zum gemeinsamen Kochen verabreden um überschüssige Lebensmittel mit Anderen zu teilen, statt sie wegzuwerfen. Die Grundidee ist: Menschen teilen Essen. Es soll dabei kein Geld fließen, denn teilen hat auch eine ethische Dimension. Wir wollen den Lebensmitteln damit wieder einen ideellen Wert geben, denn sie sind mehr als bloß eine Ware – das ist die Idee hinter www.foodsharing.de.

Folgende Vorteile entstehen bei einer Kooperation zwischen Foodsharing und den teilnehmenden Unternehmen:

  • Kostenlose Nachhaltigkeitsberatung wie z.B. durch Vergünstigungen, Abgabe an MitarbeiterInnen, Brot vom Vortag für halben Preis, an den Konsumenten angepasste Bestellungen (Wetter, Ferien, Feiertage etc.), gezielte Kampagnen die auf die Notwendigkeit auch die Misfits (Obst & Gemüse mit besonderer Form, Größe, Farbe etc.) zu verkaufen aufmerksam machen.
  • Einsparung der Kosten für die Müllentsorgung.
  • Einsparung der Arbeit für die Entsorgung der aussortierten Lebensmittel: Foodsaver übernehmen das Sortieren und die Entsorgung der Lebensmittel, sowie des anfallenden Mülls.
  • Gewinn an Ansehen bei Kunden durch sinnvollen Umgang mit aussortierten Lebensmitteln: Umgang mit Foodsharing-Sticker sichtbar machen.
  • Foodsaver nehmen auch noch genießbare Produkte mit abgelaufenem MHD, kaputten und offenen Packungen.
  • Foodsaver nehmen auch jegliche gebrauchte, verunreinigte und kaputte Proben, Tester usw. aus der Kosmetik bzw. Hygieneabteilung.
  • Ethischer Umgang mit Resten und aussortierten Lebensmittel ist schon an sich ein Wert.
  • Konsumenten die Möglichkeit zu geben sich ganz bewusst für Betriebe zu entscheiden die keine Lebensmittel wegschmeißen.
  • Die Foodsaver können auch am Wochenende, Feiertagen, spät abends, nachts und früh morgends abholen.
  • Die Foodsaver können auch bei Ausfall der Tafeln und unerwarteten Vorfällen (Kühlanlagenausfall, falsche Lieferung, usw.) zeithnah nach anruf einspringen, da wir lokal aufgebaut und flexibel sind.
  • Lebensmittelabgaben ohne rechtliche Konsequenzen durch den Haftungsausschluss den alle Foodsaver unterschreiben müssen.

Warum ich überhaupt diese Initiative mache? Wenn drei junge Leute wegen Containern bestraft werden, ist es moralisch sehr fragwürdig, denn Lebensmittel retten ist besser, als in den Müll zu kippen. Und deshalb habe ich mich entschlossen, eine regionale Foodsharing Gruppe im Rhein-Hunsrück-Kreis aufzubauen.

Kämpft mit uns für eine Gute Sache und werdet unser Mitstreiter Unterstützt uns, indem Ihr diesen Artikel auf Facebook verbreitet oder auch gerne auf anderen Plattformen, damit auf uns aufmerksam gemacht wird und wir GEMEINSAM etwas für ALLE erreicht bekommen, die es benötigen ! Vielen lieben Dank!

Update 1 – 21.02.14 18:15:

Kontaktinformationen zu Foodsharing Rhein-Hunsrück, Foodsharing e.V. und zu mir als Initiator:

Telefon-Nummer vom Initiator Patrick Frank: 06763/629 80 18
E-Mail-Adresse von Initiator Patrick Frank: m@patrickfrank.red
Webseite von Foodsharing Rhein-Hunsrück: www.foodsharing-rhein-hunsrueck.de (ab Samstag online)
Plattform von Foodsharing e.V.:  www.foodsharing.de
Website für interessierte Unterstützer von der Foodsharing-Idee : www.lebensmittelretten.de
Facebook-Fanseite von Foodsharing Rhein-Hunsrück: www.facebook.com/foodsharing.rhein.hunsrueck
Facebook-Fanseite von Foodsharing e.V.: www.facebook.com/foodsharing.de

Veranstaltungstermine: Das erste Treffen von Foodsharing Rhein-Hunsrück wird wahrscheinlich im März stattfinden. Auch ein möglicher Infoabend mit dem Simmerner Jugendcafé  ist schon im Gespräch. Wir sind auch offen für andere Informationsveranstaltungen über Foodsharing. Schreibt uns doch einfach an, wir melden uns dann. 🙂